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Techem halten 27.10.2006
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Roland Könen, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Techem-Aktie (ISIN DE0005471601 / WKN 547160) von "kaufen" auf "halten" herab.
Techem sei ein europaweit führender Dienstleister der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft auf dem Gebiet der Erfassung, Verteilung und Abrechnung von Energie und Wasserverbrauch.
Die Macquarie Bank Group habe über eine Tochtergesellschaft für einen von dieser Gesellschaft aufgelegten Infrastrukturfonds vor wenigen Tagen ein Übernahmeangebot für Techem über 44 Euro je Aktie abgegeben. Dieses Angebot beinhalte eine Prämie von 5% auf den Schlusskurs der Aktie am Tag vor dem Angebot am 23.10.2006. Auf den gewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der letzten drei Monate betrage die Prämie nach Aussage von Macquarie 19%. Der Macquarie European Infrastructure Fund II (MEIF II) sowie die Macquarie Gruppe würden angabegemäß bereits über 17% der Techem-Aktien halten. MEIF bezeichne sich als langfristigen Investor, der nicht die Absicht habe, weitere Restrukturierungsmaßnahmen bei Techem durchführen zu wollen. Management, Sitz und Marke der Gesellschaft sollten ebenfalls beibehalten werden.
Das Techem-Management selber werde angabegemäß nach Vorlage der Angebotsunterlagen eine detaillierte Stellungnahme abgeben und in der Zwischenzeit im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre alle wertmaximierenden Alternativen prüfen. Nach Erachten der Analysten könnten diese Alternativen u.a. aus einer Neuauflage des Aktienrückkaufprogramms oder eine deutliche Erhöhung der Dividende bestehen.
Ende letzter Woche habe Techem zudem die bisherige Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005/06 (30.9.) angehoben. Nachdem zuletzt noch ein Umsatz von 514 bis 518 Mio. Euro erwarten worden war, sollten die Erlöse nun in einer Bandbreite zwischen 521 und 522 Mio. Euro liegen, was einem Plus von 12% gegenüber der Vorjahresperiode entspreche. Das operative Ergebnis (EBIT) erwarte das Management aktuell mit einem Plus von 25% bei 105 bis 106 Mio. Euro (zuletzt: 97 bis 100 Mio. Euro). Angabegemäß sei die Umsatzsteigerung vorwiegend auf ein höheres Volumen bei Energy Contracting zurückzuführen, wohingegen sich niedrigere als geplante Kosten im inländischen Kerngeschäft und in der Zentrale aufgrund eines straffen Kostenmanagements positiv auf das Ergebnis ausgewirkt hätten. Eine eigene Prognose für das angelaufene Geschäftsjahr 2006/07 werde die Gesellschaft nach Erachten der Analysten bei der Vorlage der endgültigen Zahlen am 14. Dezember 2006 machen.
Anfang Oktober habe Techem den Kauf des regionalen Wettbewerbers MESA für 13,2 Mio. Euro bekannt gegeben. MESA habe in 2005 bei einer EBIT-Marge von ca. 10% rund 6 Mio. Euro umgesetzt. Techem erhöhe mit dieser Übernahme angabegemäß den Marktanteil in Deutschland auf 29,5%. Um die Marge der Gesellschaft auf Konzernniveau zu bringen, rechne der Vorstand mit Restrukturierungskosten von knapp 4,0 Mio. Euro.
Die Analysten hätten im Zuge der Prognoseerhöhung und der gemeldeten Akquisition ihre Planungsrechnung überarbeitet. Neben einer leichten Umsatzerhöhung hätten sie auch ihre Margenschätzungen leicht angehoben, so dass sich für 2006/07 bzw. 2007/08 insgesamt eine Erhöhung des Gewinns je Aktie von 2,52 Euro auf 2,63 Euro bzw. 2,73 Euro auf 2,85 Euro errechnen würde.
Aufgrund der angehobenen Gewinnschätzungen würden die Analysten unter fundamentalen Gesichtspunkten aktuell einen fairen Wert von 43 Euro je Aktie (zuletzt: 41 Euro) errechnen. Auf diesen fairen Wert würden die Analysten angesichts des aktuellen Übernahmeangebotes von Macquarie eine Übernahmeprämie von 15% aufschlagen, so dass ihr neues Kursziel bei 50 Euro liege (zuvor: 41 Euro). Die Analysten würden die Differenz zwischen dem Barangebot von Macquarie in Höhe von 44 Euro und ihrem Kursziel mit ihrer Erwartung einer Nachbesserung des Angebots seitens der australischen Bank rechtfertigen.
Angesichts des aktuellen Kursniveaus würden die Analysten von Bankhaus Lampe jedoch ihre Einschätzung zu dem Wert von zuletzt "kaufen" auf "halten" für die Techem-Aktie reduzieren, da sie ein deutlich über 50 Euro liegendes zweites Angebot nicht erwarten würden. Dies sei ihres Erachtens aus fundamentalen Gesichtspunkten auch nicht gerechtfertigt. Zudem bestehe bei einem Rückzug des Angebotes ein tendenzielles Rückschlagspotenzial. Kurse von deutlich über 50 Euro sollten die Investoren nach Erachten der Analysten als Verkaufs-Gelegenheit wahrnehmen. (27.10.2006/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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